Überleben.

(Editierter Repost)

Respekt, kein Mitleid.

TRIGGER!

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Der erste Mann, der über meine Sexualität bestimmte, war mein Vater, der der Meinung war, daß ich ihn, wie alle Töchter, insgeheim zum Inzest Verführen wolle. Er ekelte sich so vor mir (eher vor sich selbst), daß ich ihn nicht berühren durfte und er wurde auch nicht müde, über seine „Thesen“ über weibliche Sexualität, vor allem von der von Mädchen, bei jeder Gelegenheit (z.B. vor Besuchern) zu dozieren- vor allem wenn er, wie jeden Abend, besoffen war. Als ich dann in die Pubertät kam betrank er sich mit mir an den Besuchstagen und fabulierte über Dinge wie das „Recht der ersten Nacht“, und das er ja der erste Mann in meinem Leben gewesen wäre und viel zärtlicher hätte sein müssen, dann betatschte er mich und stellte mir unangebrachte Fragen, da war ich 11. Ich habe vor über 20 Jahren jeglichen Kontakt zu ihm abgebrochen, im Februar 2019 ist er gestorben.

Vor dem zweiten, einem Pferdepfleger an einem Reitstall, lief ich weg, nachdem ich mich unter einem Vorwand vom Heuboden entfernen konnte, ich rannte durch den Wald nach Hause und sagte ich mir immer wieder, daß das nicht geschehen ist, da war ich 8 oder 9.

Der Dritte, Sven war 16 und ich 11 Jahre alt, und es war bei allen, ausser mir, bekannt, daß er sich an Kinder ranmacht, zweimal überredete er mich, mit ihm hinter der Schule Bier zu trinken und „etwas zu lernen“. Beim zweiten mal wurde er gestört und bekam von den Jungs aus dem Jugendhaus auf die Fresse, ich von den Mädchen, weil ich so blöd gewesen war mit zu gehen.

Der Vierte, Jens, hatte gehört, daß man mich leicht „rumbekommt“ wenn ich betrunken war – als er in einem Gebüsch im Park schon auf mir drauf lag, wurde er von einem Spaziergänger gestört.

Der Fünfte, Arno war einer der Trinker im Park, er war jenseits der 20 ich 12/13, mein „bester Kumpel“,der Einzige, der mit mir redete, mich nicht beleidigte, in den Teich im Park warf, oder über mich und meine Kleidung, Figur etc. herzog, wie alle anderen Jugendlichen… mit dem ich mich jeden Tag im Park und den anderen Trinkern die sich dort trafen betrank, so wie ich mich zu der Zeit auch mit meinem Vater bei den Besuchstagen betrank, das kannte ich. Meine Mutter hat es, wie so oft vorgezogen, wegzusehen. Nachdem ich ihr versprechen musste, ihr nie Vorwürfe dewegen zu machen, hat sie nichts mehr gesagt.
Eines Tages gingen wir mit einem Udo und mit einer Prostituierten in dessen Wohnung. Udo schickte mich zum Bier holen ins Schlafzimmer, und sperrte mich dort mit Arno ein. Mein Jammern hielt Arno dann nicht davon ab, „keine halben Sachen“ zu machen, während im Wohnzimmer Udo die Nutte laustark bestieg.
Ich war 13 Jahre alt und gab mir in dieser Nacht einen anderen Namen, erzählte mir, was ihr passierte, während es mir passierte. Meine Tage blieben aus, und ich unternahm „einiges“ das befürchtete Kind wegzumachen, damit niemand merkt, was passiert war, vor allem nicht meine labile Mutter. Wenige Wochen später zerren mich in der „Kinderdisko“ die Mädchen im Pulk aus der Toilette, verdreschen und schleifen mich u.A. an den Haaren queer durch die Aula hinaus in den Park zu Arno, damit er mir sagen solle, das er mich nicht liebt und ich endlich damit aufhöre, ihm so bescheuert nachzurennen. Dennoch und auch grade deswegen war er alles an sozialem Zuspruch, was ich hatte und ich gab meiner Jugend und Unerfahrenheit die Schuld, das „es“ nicht gut war … und so tat er es bei der nächsten Gelegenheit nochmal.

Ich brach in den Folgejahren  so manches Herz, weil ich nicht wusste, wie „Liebe“ funktioniert, weil ich nicht funktionierte – ich schämte mich dafür, keine Berührungen zu ertragen und versuchte, mein bestes zu geben, diesen Umstand zu verbergen. Ich kämpfte jeden Tag gegen diese Taubheit, ich ritzte, soff und kiffte… es war, als würde ich in einem Glaskasten sitzen und wenn ich in Bedrängnis kam, erstarrte ich, trat neben mich und wurde jedesmal ein wenig tauber…das wichtigste war immer, das es niemand merkt und doch gleichzeitig  die Sehnsucht, endlich dieses Gefängnis verlassen zu können, diese Ahnung eines gewaltigen Schmerzes, der keinen Namen trägt. Tagsüber hielt ich die Fassade hoch, funktionierte, und Nachts -ab einem gewissen Alkoholpegel- Kratze ich die Wunden auf, und für beides schämte ich mich gleichermaßen. Bedürfnisse zu haben war für mich ein ekelhaftes Verbrechen, ich wäre eher gestorben, als jemandem zu zeigen, daß ich ihn mag.

Der sechste Mann war ein Lehrer, Pädagogik, Oberstufe…er betrat den Klassenraum und flätzte sich mit der Hand im Schritt vor das Pult und stellte sich der Klasse vor: „guten Tag, ich bin Herr X und wenn ich -mit einem langen Blick zu mir- Frauen in Birkenstocks sehe, muss ich Kotzen“. Er setzte mich direkt ans Pult und mache sich jedesmal einen Spass daraus, mich zu quälen, in Klausuren spielte er 30cm vor meiner Nase stehend an seinen Eiern oder er erzählte von seiner Tochter die er (genüsslich) regelmäßig „besuchen“ würde…und welche nach einem Suizidversuch bis zum Hals gelähmt in einer Klinik läge. Der Vertraunenslehrer glaubte mir nicht und verlangte Zeugen, doch keiner aus der Klasse war bereit, auzusagen-aus Angst, die oder der Nächste zu sein. Meine Mutter sagte nur, das ich ja selbst schuld wäre, wenn ich mich so provokant anziehen würde…ich brach die Schule kurz vor dem Fachabi ab und zog in einen Bauwagen. Meine Mutter verbot mir, sie Mutter zu nennen, weil es sie daran erinnern würde, versagt zu haben.

Mit 19 war ich aus dem Bauwagen zurück in eine WG gezogen und ich sah dort, was ich alles nicht konnte, und offensichtlich eigentlich nirmal war. Und ich gestand mir zum ersten mal ein, daß ich das auch wollte, ich wollte wissen, wie es ist, mit jemandem „nur“ zu kuscheln, Gefühle zu zeigen, jemanden zu umarmen, ohne innerlich ein Stück zurück zu treten… das konnte ich nicht und bewunderte meine Freunde, die in Bands ihre Gefühle – grade auch die bei mir zu Hause „verbotenen“ und die tief verdrängten und mit Schuld kontrollierten – zum Ausdruck bringen konnten, Wut, Traurigkeit… all jene Gefühle, die man bei uns zuhause nicht zeigen und erstrecht nicht haben durfte, um die abhängigen und Co- abhängigen Erwachsenen zu stabilisieren, vor allem die Mutter, die gelernt hatte in jedem „negativen“ Gefühl eine existenzbedrohende Anklage zu sehen und mit ohnmächtiger Gewalt oder infantil anmutender Scham anstatt Führsorge reagierte. Ich hoffte, von ihnen lernen zu können, wie das geht.
Und ich fasste damals erstmals den Mut, das zu ändern, ich hatte einen Grund, Hoffnung und jemanden, der sich als Verbündeter darstellte, ein Freund, den ich seit vielen Jahren kannte und mehr wie einen Bruder liebte, jemand, vor dem man sich vielleicht garnicht verbergen musste. Ich las von Trauma und ich dachte, wenn ich den Anfang finde, den Auslöser, wo dieses Nicht-Gefühl anfing, das der Name für diese Angst der Schlüssel wäre, den ich brauchte, um mich von dem Schmerz befreien zu können. Ich versuchte, mich an alles zu erinnern, diese Geschichte zu begreifen.
Ich riss diese Wunden mit beiden Händen auf, ich wollte nicht mehr gefangen sein und hatte endlich die Kraft und einen Grund zu kämpfen. Und ich fand all diese Ereignisse, die ich verdrängt hatte, und allen war eines gemeinsam, ich hatte dabei „zugesehen“ und die Erinnerungen waren wirr, fragmentiert oder weit entfernt, wie etwas, über das man nur berichtet was einer Anderen passiert war und was man nur mit einem halben Ohr gehört hatte. Und es wurden immer mehr,  kleine und große Ereignisse, ein Bild, das immer schrecklicher wurde, je länger man hinsieht. Meine Galerie der schreienden Bilder nannte ich sie, denn ich fühlte – nichts.
Ein Bekannter stand eines Tages vor  meinen Zimmer und da war da dieses Gefühl, ein ONS den ich komplett verdrängt hatte und schlagartig ebenjene fragmentierte unwirkliche in der Erinnerung, fast nichts war von der Nacht noch abrufbar ausser, das ich wieder zugesehen hatte, und am nächsten Tag ziemlich durcheinander gewesen war – ich hatte erst panische Angst vor dem was dort passiert sein konnte, dann fing ich an, zu derealisieren und und fühlte mich selbst nur noch ganz schwach wie in einem Berg aus Watte, ich ertrug seine Anwesenheit nicht, war auch er ein Täter? Die Panik und das folgende Numbing die ich in dem Moment empfand, schien mir Recht zu geben…. Ich verlangte, daß er das Haus verlässt, weil ich ihn in dem Zustand aufgrund der Amnesie und dem erinnerten Ausgestiegensein verdächtigte.
Ein schrecklicher Irrtum, wie ich später erkennen musste (und für den ich mich bei der nächsten Gelgenheit entschuldigte, und der mich dennoch seit Jahren verfolgt)  Er hatte mich bei dem ONS unbeabsichtigt  so getriggert (indem er etwas wörtlich sagte, das ein Täter auch gesagt hatte) das ich dissoziiert war…aber ich wusste damals nicht, daß dafür schon Trigger ausreichen.

Ausser einem längeren Gespräch direkt nach/bzw während der Panikreaktion, mit meinem „besten Freund“, sprachen nur noch zwei weitere Menschen nur sehr wenige Sätze zu dem Ereignis persönlich mit mir.

Es hätte auf allen Seiten sehr viel Schaden verhindert, wenn eine ehrliche Auseinandersetzung mit mir und nicht nur über mich stattgefunden hätte.

Mein Verbündter verriet und retraumatisierte mich, anstatt mich zu verteidigen, machte meine schlimmsten Ängste wahr , er unterstellte mir, ich hätte alles wovon ich ihm berichtet hatte, nur erfunden (oder „zumindest“ selbst aus „Abhängigkeit“ mitgemacht und in Wahrheit eher den armen Täter getäuscht und nachher alles aus Rachsucht und wegen dem Krankheitsgewinn verdreht), ich wolle mir aus Eifersucht „Nähe“ erschleichen, indem ich die „Opferkarte“ spiele, würde mich doch damit wohlfühlen und insgeheim nichts ändern wollen, mich darauf ausruhen. Meine Ängste und angeblichen Zustände wäre nur eine Masche, eingebildet, reingesteigert und ungerecht und meine Erklärungen in Wirklichkeit nur Ausreden, um keine Verantwortung tragen zu müssen und weiter von meinem Status zu profitieren. Und „je mehr ich versuchen würde, diese „Eindrücke“ zu verhindern, desto mehr würde ich sie damit bestätigen“(sic)

Dabei hatte ich nie Angst vor Verlust, sondern vor meinem Wunsch nach Nähe, weil ich- bis heute- keine Ahnung habe, wie das funktioniert und es sooft Vernichtung, Demütigung und Beschämung bedeutete, ich kenne keine Eifersucht, weil ich doch noch nichtmal in der Lage war, irgendeinen „Anspruch“ auch nur zu definieren, und Nähe mied, wo ich konnte. Als in einem Urlaub in Spanien mich der Wirt in einer ansonsten leeren Kneipe mit penetrantem und minutenlangem Anstarren absichtlich so verängstigte, daß ich mich in zu einem Gespräch zwischen ihm und seiner Freundin, einer Mitbewohnerin stellte, und um Schutz in Form von dazustellen bat, riet er mir verächtlich: „Zeig ihm doch einen Mittelfinger, vielleicht steht er drauf“ und das er das für eine Masche hält…
Ich beendete diese Freundschaft daraufhin wortlos. Weil seine Idee, das sowas nur „falsches Denken sei“ welches man einfach mit dem „richtigen Denken“ heilen könnte, und daß, wenn dies nicht gelingt, man es nur in Wahrheit nicht „gewollt“ hat, ein so grausamer Irrtum war, dem ich nichts entgegen zu setzen hatte. Ich verstummte aus Hilflosigkeit, was er und andere obendrein als Schuldeingeständnis werteten.

Ich sprach die nächsten 17 Jahre nicht mehr über diese Dinge, oder bat nochmal jemanden um Hilfe. Noch nicht einmal mit meinem Partner, mit dem ich 6 Jahre zusammen war. Ich verliess die Stadt und das schreckliche Gerede bzw. vielmehr das gefühlte eiserne Schweigen, fing neu an, und schaffte es, mir ein Stück weit meinen Körper zurück zu erobern und zum ersten mal liebevoll mit mir selbst umzugehen. Ich begann eine Ausbildung an einer Fachoberschule, arbeitete als Praktikantin am Theater. Und dann legte ich mich wenige Monate nach dem Auszug mit dem Falschen an.

Der siebte Mann, ein neuer Arbeitskollege  Ex Soldat (KSK) und Sadist, den ich für seine Mackersprüche vor Kollegen lächerlich gemacht hatte, stand noch am selben Abend plötzlich in meinem Zimmer, nachdem er sich unter einem Vorwand von meinen Mitbewohnern hatte hereinlassen lassen (sie brachen grade ins AZ auf), er gab vor, sich für die Sache am Vormittag entschuldigen zu wollen, betäubte mich mit GHB und vergewaltigte mich auf jede erdenkliche Art, und weil das nicht genug für eine „Volksverräterin“ eine „Emanze und linke Zecke“ war, brach er meinen Willen und meine Persönlichkeit, indem er jeden Funken Widerstand im wahrsten Sinne des Wortes wieder und wieder erstickte, bis nichts mehr von mir übrig geblieben war. „Jetzt zeige ich dir, was eure Anarchie wirklich bedeutet…“ “ Es liegt in der Natur der Frau, sich dem Stärkeren zu unterwerfen“  5 Tage, bis er begriff, daß ich die Pille nicht nahm. Danach folgten etliche Wochen der täglichen Demütigung und Bedrohungen gegen mich (und eine andere Frau in meinem Umfeld, der er androhte, dasselbe anzutun), bis ich das Praktikum am Theater vorzeitig abbrechen konnte.
Ich überlebte, indem ich kooperierte und die Ohnmacht leugnete und mir einredete und nach aussen so tat, als wäre nichts Böses geschehen… und jeden verjagte, der etwas hätte merken können, denn noch so einen Verrat hätte ich nicht überlebt und die Scham war viel zu groß.

Wer sich nicht wehrt, der hat es insgeheim so gewollt, der hat es nicht anders verdient. Ich tauschte Schuld gegen die Ohnmacht ein, um zu überleben.


Ich war vollkommen alleine, ohne Perspektive, denn ich würde niewieder ein Theater ohne Angst betreten können, ohne Freunde, ohne meine Familie, die mich nach wenigen Wochen wegen meiner „Veränderung“ fallen gelassen hatten…vor meinen Mitbewohnern verbarg ich mich so gut es ging, benutzte einen Eimer zum pinkeln um mein Zimmer nicht verlassen zu müssen, dachte von mir in der dritten Person und die Tage waren vage wie ein Traum, ich schlief so wenig ich konnte, ich war verwirrt und gebrochen und doch überlebte ich. Vielleicht waren die ganzen Übergriffe vorher im Grunde ein Glück, ohne diese Übung im Aushalten und alleine sein hätte ich das wohl nicht geschafft.

Ich traf den achten  Mann, so wie ich schwerst traumatisiert, alkohol und drogenabhängig und aggressiv, wenn er betrunken war -wenn ich ihn nicht „drüber liess“ zerschlug er das Inventar und brüllte mich an. Es war mir gleichgültig, es gab soviel Schlimmeres, als diese 10 Minuten Stillhalten. Aber er war da – obwohl! es mir schlecht ging und das war soviel mehr, als jemals! jemand anderes zuvor für mich getan hatte. Die furchtbare Angst hörte auf, das Nr. Sieben nochmal vorbei kommen könnte, um mich wieder mitzunehmen. Als die Bank dann meinen ersten Sozialhilfescheck pfändete, war er da, er ging für uns schnorren, er besorgte die Drogen und kümmerte sich um die Hunde und das  Essen.
Er war da, als die Politchecker unserer alternativen Siedlung mich dem Spekulanten auf dem Silbertreller (einem Flyer, der Aktionsgruppe zur Genossenschaftsgründung um die bedrohte Siedlung selber zu kaufen, auf dem ich ungefragt genannt und meine Schwangerschaft instrumentalisiert wurde)  präsentierten. Woraufhin ich ganz oben auf der Abschussliste des Spekulanten landte, was mich letztlich hochschwanger um 15500DM und meine Wohnung brachte. Er stand keine Woche nach erscheinen des Flyers mit seinem Anwalt vor der Tür, überreichte mir die Räumungsaufforderung und informierte das Sozialamt  über meine Absicht, mittels einer (noch nicht ausgezahlten) Erbschaft in die Genossenschaft einzusteigen… Das Sozialamt sackte das Geld ein, den Prozess um die Räumung verlor ich (Einschreiben aufheben!). Es interessierte die Checker nicht mehr.

Nachdem meine Tochter zur Welt gekommen war, besuchte ich die erste WG, man liess uns im Wohnzimmer alleine sitzen und zog sich demonstrativ in die Küche zurück, ich war dort nicht erwünscht.
Ich schwieg 15 Jahre über das alles, verliess mein Haus nur, wenn ich musste, mied jegliche engeren Freundschaften und arbeitete mich fast zu Tode, um mich nicht „schwach“ zu fühlen.

2015 nach einem Zusammenbruch mit Ansage habe ich damit begonnen, mein Schweigen zu brechen und mir mein Leben und meine Würde zurückzuholen. Niemand, der mich je als schwach und abhängig verurteilt hat, hätte jemals die Kraft und die Stärke gehabt, diese grausame Form der Einsamkeit und soviel Ignoranz zu überleben.
Bis heute habe ich keine einzige Träne wegen dem, was man mir antat, vergossen, ich trage kein Mitleid mehr in mir. Ebensowenig weiß ich, wie es sich anfühlt, getröstet zu werden, mich hat seit meinem 12ten Lebensjahr nur ein einziger Mensch offen weinen sehen – als ich ihn nach 6 Jahren verliess, da war ich 37. Und so ein Mensch muss sich „Drama“ unterstellen lassen, ausgerechnet von jemandem, der sein Leid auf einer Bühne vor hunderten Leute in Szene setzte und sich dafür feiern liess .
Seit ich damit begonnen habe, meine Geschichte aufzuschreiben und jeden, der damals in meiner Nähe war, mit der Wahrheit zu konfrontieren (nur ein einziger! hat sich dazu geäussert und seine Solidarität zum Ausdruck gebracht) hat sich zu der allgegenwärtigen Angst vor allem ein neues Gefühl gesellt, Wut.

Diesen Verrat habe ich viel zu lange hingenommen.

#whyisaidnothing #punktoo

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